der Komponist

„Das ist alles nur eine Kadenz. Kadenz, ein schöner Garten mit Blumen; das ist die Tonika. Aber in diesen schönen Garten wird ein Ziegenbock hineinlaufen, mitten hinein in die Blumen; das ist die Subdominante. Aber da ist ein Gärtner, der haut dem Ziegenbock eins auf den Schädel; das ist die Dominante: der Garten der Harmonie ist gerettet. 

Hans Haselböck über eine Anekdote von Anton Bruckner.

Bereits während seines Musikstudiums trat Meinrad T. Bolz als Komponist und Arrangeur in Erscheinung. Seine Kompositionen sind zumeist kirchenmusikalische Werke in verschiedener vokaler und instrumentaler Besetzung. An die 40 Werke umfasst sein Oeuvre derzeit, von denen einige auch bei ORF/ZDF-Direktübertragungen von Pontifikalämtern aus der Stiftsbasilik erfolgreich einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden konnten.

Dabei beschränkt sich das Genre aber nicht nur auf die Musica sacra. 2017 wurde beispielsweise im Rahmen der Shortynale Klosterneuburg (www.shortynale.at) der Kurzfilm „Flucht“ des österreichischen Regisseurs Alexander Hoffelner prämiert, für den Meinrad Bolz die Filmmusik komponiert hatte.

Das Werk „Leopold-Fanfare“ entstand im Jahr 2014 für die Festorgel im Stift Klosterneuburg und ein Bläserquartett. Die erste kompositorische Herausforderung bestand in der Stimmung (modifizierte Mitteltönigkeit) der Festorgel von 1642, die auch in einer modernen Tonsprache nicht alle Töne „erlaubt“. Zum andern ist die Orgel auf eine besondere Tonhöhe (a‘ = 478 Hz) gestimmt. Diese Umstände machen ein gemeinsames Musizieren mit anderen Instrumenten schwer bis unmöglich. Bei der vorliegenden Liveaufnahme wurde die Orgel in D-dur gespielt (klingend zwischen Es- und E-dur). Die Trompeten intonierten dazu ein tiefes E-dur, die Posaunen ein hohes Es-dur.

Leopold-Fanfare, für Festorgel & Brass-Quartett