der Organist

„Ich hatte schon immer ein Faible für Autorität. Vielleicht reizt mich genau das an der Orgel. Sie ist ja nicht nur das offizielle Instrument einer Institution. Das Instrument selbst besitzt eine organisierte Systematik, die man achten und respektieren muss.“ 

Cameron Carpenter in „The Sound of my Life“ (2014)

Im Alter von 11 Jahren begann Meinrad Bolz das Orgelspiel zu erlernen, und bereits nach wenigen Monaten konnte er seine Mutter bei ihrem Orgeldienst vertreten. Noch während der Schulzeit absolvierte er die kirchenmusikalische C-Ausbildung (Orgel bei Jürgen Essl).

Beim Kirchenmusikstudium in Aachen waren Domorganist Michael Hoppe (Improvisation und liturgisches Orgelspiel) sowie Hans Schnieders (Literaturspiel) wegweisende Begleiter seiner Ausbildung. In Wien gehörte Herr Meinrad bis zum Magisterium der Orgelklasse von Martin Haselböck an.

Liturgische Dienste und Konzerte führten ihn zu herausragenden und berühmten Orgeln im In- und Ausland (Deutschland, Schweiz, Polen, Niederlande, Schweden, Norwegen, Israel, Nord- und Südkorea). Meisterkurse bei Gerd Zacher und Wolfgang Zerer sowie Improvisationsseminare bei Norbert Richtsteig, Hans Haselböck und Peter Planyavsky runden seinen musikalischen Werdegang ab.

Seit seiner Studienzeit in Wien bis heute gehört Meinrad Bolz einem Kreis von Organisten an, die die täglich um 15 Uhr stattfindenden Orgelkonzerte der Peterskirche am Graben – der bislang einzigen Stätte Österreichs mit täglichen Orgelkonzerten – bestreiten. Lesen Sie hierzu auch den von Stephen Pritchard (The Guardian, Bachtrack u.a.) verfassten Artikel, der im Februar 2020 in der international renommierten Fachzeitschrift „CHOIR & ORGAN“ erschienen ist: